Anlässlich der 75. Jahrestags der Deportation der Sinti und Roma: Endlich Konsequenzen ziehen!

Mindestens 62 Solinger Sinti und Roma, die Hälfte davon Kinder unter 14 Jahren, wurden am 3. März 1943 von der Kriminalpolizei aus den beiden städtischen Zigeuner-Lagern (Potshauser Straße 10 und Wörthstr. 24 in Solingen), zur Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz zusammengetrieben und abtransportiert. Es brauchte 64 Jahre, bis das vom Unterstützerkreis Stolpersteine für Solingen initiierte und von Heinz Siering und der Jugendhilfewerkstatt gestaltete Mahnmal für die ermordeten Solinger Sinti und Roma am 4.3.2007 auf der Korkenziehertrasse in Höhe der Potshauser Straße feierlich enthüllt wurde. Weitere sieben Jahre später, 2014, führte der Solinger Appell gemeinsam mit weiteren Initiativen zum ersten Mal aus Anlass des Jahrestages der Deportation einen Mahn- und Gedenkgang von der Innenstadt zum Mahnmal auf der Korkenziehertrasse durch. Dieser Mahngang findet seitdem jährlich statt.
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CDU und BFS im Stadtrat für den Erhalt von Buschfeld — im Regionalrat dagegen?

Der Regionalplan Düsseldorf (RPD) legt die planerischen Ziele für den Regierungsbezirk Düsseldorf für ca. 15 Jahre fest. Im RPD-Entwurf wird neben drei wertvollen Naturräumen im Ittertal (Keusenhof, Fürkeltrath II und Piepersberg West) auch Buschfeld als Gewerbegebiet überplant. Weiterlesen

Ermordet und vergessen

Bei der letzten Verlegung von Stolpersteinen im August in Solingen wurde verstärkt einer Opfergruppe der Nazis gedacht, die bisher nicht im Fokus der Erinnerungen stand: den Solingerinnen und Solingern, die im Rahmen des Vernichtungsprogramms Euthanasie aus den Heil- und Pflegeanstalten verschleppt und umgebracht wurden. Die Tötung erfolgte entweder in einem Gaswagen oder durch Verhungern. Weiterlesen