{"id":791,"date":"2016-07-14T15:17:37","date_gmt":"2016-07-14T15:17:37","guid":{"rendered":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=791"},"modified":"2016-07-14T15:17:37","modified_gmt":"2016-07-14T15:17:37","slug":"frauen-in-der-dritten-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=791","title":{"rendered":"Frauen in der Dritten Welt"},"content":{"rendered":"<h1>Die weltweite Diskriminierung und Ausbeutung der Frauen<\/h1>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Weltweit haben Frauen seit Jahrtausenden unter Unterdr\u00fcckung und Verfolgung zu leiden, sie werden ausgebeutet, bedroht und mi\u00dfhandelt. W\u00e4hrend die Frauen in den Industriel\u00e4ndern es teilweise geschafft haben, sich Gleichberechtigung zumindest auf dem Papier zu erk\u00e4mpfen, ist die Situation in den L\u00e4ndern der 3. Welt nach wie vor katastrophal.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Vor allem im \u00f6konomischen Bereich zeigt sich die krasse Ungleichbehandlung\u00a0 von Frauen: Weltweit verrichten sie zwischen 2\/3 und 3\/4 aller Arbeit und produzieren 45% der Nahrungsmittel (in Entwicklungsl\u00e4ndern sogar bis zu 80%), erhalten aber nur rund 10% der Einkommen und besitzen nur 1% des gesamten Privateigentums. Frauen werden also f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Arbeit nicht bezahlt: Haushalt, Kindererziehung und in der 3. Welt auch\u00a0 Feldarbeit liegen\u00a0 gr\u00f6\u00dftenteils in den H\u00e4nden der Frau. Von der Entwicklungshilfe profitieren sie dagegen kaum: Kredite erhalten meist nur M\u00e4nner, bei Landreformen (der ehemaligen Kolonialm\u00e4chte) werden M\u00e4nner bevorzugt (oft wie beim Erbrecht auch aus traditionellen Gr\u00fcnden), die Frauen haben keinen Anspruch auf Gewinn aus Entwicklungsprojekten, obwohl sie z.B. oft bis zu 82% mehr Feldarbeit verrichten als ihre M\u00e4nner.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Wenn Frauen selbst Geld verdienen, dann entweder als unterbezahlte Arbeiterinnen in Fabriken (oft auch im Besitz westlicher Konzerne), durch den illegalen Verkauf von\u00a0 Spirituosen\u00a0 und Gem\u00fcse oder durch Prostitution. Besonders der Sextourismus in einigen asiatischen L\u00e4ndern profitiert von verarmten Frauen und Kindern, unterst\u00fctzt von internationalen Hotelketten und Fluglinien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Weltweit sind ca. 1 Mrd. Menschen unterern\u00e4hrt, ca. 50.000 sterben t\u00e4glich an Unterern\u00e4hrung. Die meisten sind Frauen und Kinder. In vielen \u201dKulturen\u201d sind M\u00e4nner so viel mehr wert als Frauen, da\u00df m\u00e4nnliche Familienmitglieder zuerst essen d\u00fcrfen und Frauen und M\u00e4dchen sich mit den Resten begn\u00fcgen m\u00fcssen. So sind z.B. in Nordindien 21% der M\u00e4dchen unterern\u00e4hrt, aber nur 3% der Jungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Schwere Mi\u00dfhandlungen von Frauen und M\u00e4dchen sind an der Tagesordnung und in vielen L\u00e4ndern v\u00f6llig legal. So werden z.B. Schl\u00e4ge als \u201danerkannter Brauch\u201d bezeichnet\u00a0 (nat\u00fcrlich nur f\u00fcr m\u00e4nnliche Schl\u00e4ger). Millionen von M\u00e4dchen m\u00fcssen eine Klitorisbeschneidung \u00fcber sich ergehen lassen, um sie zu einer unterw\u00fcrfigen, treuen Ehefrau zu machen. Die Folgen sind lebenslange Schmerzen (die \u201dOperation\u201d wird oft mit rostigen Messern durchgef\u00fchrt und die Wunde nicht sachgem\u00e4\u00df behandelt), Inkontinenz und sogar Tod durch Verbluten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Systematische Verfolgung und Ausrottung von Frauen gibt es in vielen L\u00e4ndern, v. a. in Indien, wo weibliche Nachkommen abgetrieben oder nach der Geburt get\u00f6tet werden. Denn f\u00fcr M\u00e4dchen mu\u00df eine hohe Mitgift aufgebracht werden, und nur S\u00f6hne k\u00f6nnen sich (angeblich) um die Altersversorgung der Eltern k\u00fcmmern. Junge Frauen werden von ihren M\u00e4nnern lebendig verbrannt, wenn diesen die Mitgift nicht ausreicht, die Familie zahlungsunf\u00e4hig ist oder die Frau \u201daufm\u00fcmpfig\u201d ist. Eine Strafverfolgung der M\u00f6rder findet meist nicht statt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Der Anteil der Frauen an der Weltbev\u00f6lkerung (weltweit bis vor kurzem ca. 52%) nimmt laut UNO durch die Ermordung von Frauen stetig ab. In Indien, Pakistan, Albanien und einigen arabischen Staaten kommen auf 100 M\u00e4nner nur noch ca. 48 Frauen!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">W\u00e4hrend die Armut zunimmt und mehr und mehr Menschen in die Slums getrieben werden, geben die meisten Staaten in der 3. Welt Milliarden von Dollar f\u00fcr Waffen aus; Indien, Pakistan und China sind Atomm\u00e4chte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Die Situation v.a. der Frauen kann sich nur verbessern, wenn ihre wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit, ihre Ausbildungs-chancen und ihre Aufkl\u00e4rung \u00fcber ihre bestehenden Rechte u. a. durch gezielte Entwicklungsprojekte gef\u00f6rdert werden. Schon bestehende Projekte werden allerdings von M\u00e4nnern oft massiv behindert und sabotiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Festzuhalten bleibt: W\u00fcrde irgendwo auf der Welt eine ethnische Minderheit so verfolgt und diskriminiert wie die Frauen, h\u00e4tten l\u00e4ngst internationale Organisationen eingegriffen oder dies zumindest als Genozid angeklagt. Wenn die Menschenrechte von Frauen verletzt werden, schauen unsere selbsternannten \u201dFriedensstifter\u201d und \u201dWeltpolizisten\u201d gerne weg \u2013 weil sie selbst von der Frauenausbeutung profitieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Paula<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweite Diskriminierung und Ausbeutung der Frauen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[220],"tags":[243,86,18,244,21,95,13,242],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=791"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":792,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791\/revisions\/792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}