{"id":1145,"date":"2017-06-19T15:20:53","date_gmt":"2017-06-19T15:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1145"},"modified":"2017-06-19T15:20:53","modified_gmt":"2017-06-19T15:20:53","slug":"hohe-investitionskosten-kurze-lebenszyklen-und-in-der-regel-rote-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1145","title":{"rendered":"Hohe Investitionskosten, kurze Lebenszyklen und in der Regel rote Zahlen"},"content":{"rendered":"<h2>Professorin Louise Bielzer zu Multifunktionsarenen und dem Solinger Plan, eine solche f\u00fcr das Bergische Land zu entwickeln<\/h2>\n<h2>Dr. Louise Bielzer ist Professorin f\u00fcr internationales Event-Management an der Fachhochschule Heilbronn. Renate Bernhard hat sie interviewt:<\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Was halten Sie von der Idee einer Event-Arena f\u00fcr das Bergische Land in Solingen?<\/strong><br \/>\nMultifunktionshallen sind mit der schwierigste Veranstaltungsimmobilien-typ, den man planen kann. In Deutschland schreiben sie in der Regel rote Zahlen. Sicher sind nur die hohen Investitionskosten, die Betriebskosten und die vergleichsweise kurzen Lebenszyklen.<br \/>\nMan muss sich deshalb im Voraus sehr genau dar\u00fcber klarwerden, was man bereit ist, daf\u00fcr zu bezahlen und ob man sich das leisten kann und will. Es bedarf hier eines detaillierten Nutzungskonzepts und einer genauen Risikoabsch\u00e4tzung, denn es ist nicht leicht, so eine Halle auch nur ansatzweise profitabel zu betreiben.<br \/>\nWenn Konzept und Rahmenbedingungen stimmen, l\u00e4sst sich im Betrieb wom\u00f6glich eine schwarze Null erreichen. Dar\u00fcber hinaus jedoch auch einen Bau zu refinanzieren, ist fast nicht m\u00f6glich.<br \/>\nEs sind viele Kosten zu bedenken, f\u00fcr den Betrieb, die Instandhaltung und f\u00fcr Reinvestitionen, also die \u00fcber die Jahre der Nutzung n\u00f6tigen Renovierungen und Modernisierungen, f\u00fcr die man entsprechende R\u00fcckstellungen bilden muss. Die Bauunterhaltskosten werden bei Multifunktionsarenen je nach Nutzungsintensit\u00e4t mit 1-4% der urspr\u00fcnglichen Bausumme veranschlagt.<\/p>\n<p><strong>Aktuelle Planung f\u00fcr die in Solingen, Piepersberg-West anvisierte Halle ist, dass die drei St\u00e4dte Wuppertal, Solingen und Remscheid \u00fcber die bergische Wirtschaftsf\u00f6rderung lediglich Vorarbeiten machen, die Halle dann ausschlie\u00dflich privat betrieben wird. Was halten Sie von einer m\u00f6glichen Partnerschaft der St\u00e4dte mit einem privaten Investor?<\/strong><br \/>\nDa ich keine Vertr\u00e4ge kenne, kann ich nur grunds\u00e4tzlich antworten: Public-Private Partnerships sind f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Partner immer mit einem Risiko verbunden. Wenn etwa ein privater Eigent\u00fcmer und Betreiber einer Veranstaltungsimmobilie Insolvenz anmelden muss, kann es sein, dass das Geb\u00e4ude an die Stadt zur\u00fcckf\u00e4llt und sie Versicherung, Unterhalt, Instandhaltung etc. f\u00fcr das Geb\u00e4ude \u00fcbernehmen muss. Das kann je nach Projekt mehrere hunderttausend Euro pro Jahr und mehr bedeuten.<br \/>\nBei voll privatem Investment hat die Stadt zwar erst mal nichts damit zu tun. Aber im Fall einer Insolvenz wird es sehr schwierig sein, die Halle in eine andere Nutzung zu \u00fcberf\u00fchren. Das kann f\u00fcr eine Stadt dann ebenso zu einem Problem werden, wenn die Halle an prominent sichtbarer Stelle gebaut wurde.<\/p>\n<p><strong>In Solingen wird immer wieder argumentiert, die Stadt sei hoch verschuldet und brauche dringend neue Gewerbegebiete, um mehr Gewerbesteuern generieren zu k\u00f6nnen. Wie viele Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnten denn durch so eine Halle entstehen?<\/strong><br \/>\nDas Personalkonzept h\u00e4ngt vom Betriebskonzept ab. Es gibt Hallen mit einem festen Stamm von 8-10 Mitarbeitern, die fast alle zentralen Funktionen, z. B. Buchf\u00fchrung, Marketing etc. ausgegliedert haben und sich auf Gastveranstaltungen fokussieren. Andere Hallen, die Eigenveranstaltungen entwickeln und die Gastronomie selbst betreiben, k\u00f6nnen auch um die 100 Arbeitspl\u00e4tze oder mehr schaffen. Im Eventhallen-Management wird generell h\u00e4ufig mit externen Dienstleistern gearbeitet, und man kann nicht damit rechnen, dass das immer ortsans\u00e4ssige Firmen sind.<\/p>\n<p><strong>Die St\u00e4dte Wuppertal, Solingen und Remscheid werden aktuell von drei SPD-B\u00fcrgermeistern regiert, die diese Eventhalle wohl gern als Vorzeigeprojekt ihrer \u00fcberregionalen politischen Zusammenarbeit aus der Taufe heben w\u00fcrden. Das Wort \u201eLeuchtturmprojekt\u201c ist schon gefallen.<\/strong><br \/>\nWenn die St\u00e4dte sich das leisten k\u00f6nnen, ist es sehr interessant, Kultur und Sport in einer Eventhalle zu verbinden. Wenn man so etwas aber erfolgreich betreiben will, muss man vorab sehr genau untersuchen, was an diesem Standort m\u00f6glich ist und was nicht.<br \/>\nWichtig auch: der Veranstaltungsmarkt ist kann sich schnell ver\u00e4ndern. Wenn es attraktive neue Veranstaltungsst\u00e4tten im Umfeld gibt, kann es sein, dass das angedachte Konzept nicht mehr funktioniert. Man sollte also auch\u00a0Worst Case Szenarien durchspielen, um alle Risiken vorab abzusch\u00e4tzen.<br \/>\nWenn man eine multifunktionale Halle will, in der kleine ebenso wie gro\u00dfe Veranstaltungen einen Platz finden k\u00f6nnen, braucht man entsprechende bauliche Voraussetzungen, z.B. f\u00fcr flexibel verschiebbare W\u00e4nde oder abzuh\u00e4ngende R\u00e4nge. Die f\u00fchrende Arena der Welt, was Multifunktionalit\u00e4t anbelangt, ist das Staples Center in Los Angeles. Das hat solche flexiblen Raumkonzepte und eine entsprechende technische Ausstattung &#8211; aber das Geb\u00e4ude hat 400 Millionen Dollar gekostet.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr wie realistisch halten Sie also die f\u00fcr die Solinger Multifunktionshalle anvisierten Baukosten? Die Rede ist von 15 Millionen Euro f\u00fcr 6000 Zuschauer. 4-5 Millonen sollen aus der Landesf\u00f6rderung f\u00fcr den Spitzensport kommen.<\/strong><br \/>\nEs gibt keine Regel bez\u00fcglich der Baukosten. Es gibt Hallen f\u00fcr 10 Millionen. Die ber\u00fchmten Hallen in Deutschland haben aber mehr als das Zehnfache gekostet, z.B. die Mercedes-Benz-Arena in Berlin 165 Millionen f\u00fcr 17.000 Zuschauer. Die Lanxess-Arena in K\u00f6ln f\u00fcr maximal 20.000 Zuschauer: 153 Millionen. Lage, Standortgegebenheiten, Architektur, Multifunktionalit\u00e4t, technische Ausstattung und viele weitere Faktoren stehen in direkter Wechselwirkung mit den Baukosten.<\/p>\n<p><strong>D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln und das Ruhrgebiet sind nicht weit. Der Solinger Konzert- und Show-Experte Marc Kirchheim meint, es g\u00e4be schon zu viel Angebot im Umfeld und K\u00fcnstler, die in Oberhausen, D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln, Bochum oder Dortmund auftreten, tun das nicht auch noch in Solingen.<\/strong><br \/>\nJa, es ist viel entstanden in den vergangenen Jahren, es gibt sehr viel Wettbewerb. Auch alte Hallen wurden renoviert, wie etwa 2011 die Mitsubishi-Halle in D\u00fcsseldorf. Zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft sich die Konkurrenz in verschiedenen Marktsegmenten (z. B. Tagungen) auch durch immer vielf\u00e4ltigere Special-Event-Locations.<\/p>\n<p><strong>Wenn Kulturveranstaltungen in der Eventhalle gemacht w\u00fcrden, w\u00e4re das nicht Konkurrenz f\u00fcr die bestehenden Theater im bergischen Land und w\u00fcrde ihnen schaden? \u00c4hnliche Verdr\u00e4ngungswettbewerbe kann man ja im Einkaufsbereich beobachten, wo jetzt viel von Outlet-Centern getr\u00e4umt wird. In Solingen gab es die Clemensgalerien, dann wurde mit dem Hofgarten ein weiteres Einkaufszentrum gebaut, das den L\u00e4den in den Clemensgalerien Konkurrenz machte. Ein Investor wollte dort dann ein Outletcenter er\u00f6ffnen. Den noch verbliebenen Ladenbesitzern wurde gek\u00fcndigt. Das gro\u00df angek\u00fcndigte Outletcenter aber l\u00e4sst auf sich warten &#8211; und die Clemensgalerien mitten in der Innenstadt stehen nun leer \u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Nach Ihren Erfahrungen mit solchen Hallen: Was \u00fcberwiegt? Kulturbef\u00f6rderung oder kultureller Verdr\u00e4ngungswettbewerb?<\/strong><br \/>\nMultifunktionsarenen sind nicht prim\u00e4r f\u00fcr klassische Kulturveranstaltungen geeignet, sondern mehr f\u00fcr die popul\u00e4re Unterhaltung. Im Konzertbereich also eher Rock und Pop oder Comedy, eventuell auch Kabarett, aber das kommt dann auf den K\u00fcnstler an. Das hei\u00dft es gibt \u00dcberschneidungen im Kulturbereich, aber nicht so sehr mit dem klassischem Schauspiel und Ballet. In den Arenen sind es Veranstaltungen mehr aus dem Unterhaltungsbereich: Sport, manchmal kann auch Volksmusik solche Hallen f\u00fcllen, in einigen F\u00e4llen auch Ausstellungen und Messen.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrden Schulklassen und Sportvereine von der neuen Eventhalle profitieren k\u00f6nnen?<\/strong><br \/>\nWenn man Spitzen- und Breitensport in einer Halle unterbringen will, braucht dann Umkleiden f\u00fcr die verschiedenen Nutzergruppen, also mehr Raum. Auch lassen die Betriebskosten einer Multifunktionsarena kaum mit Breitensportnutzung vereinbaren. Schulklassen unter der B\u00fchnenbeleuchtung f\u00fcr den Spitzensport spielen zu lassen, wird sehr teuer. Wenn man f\u00fcr so unterschiedliche Nutzung ger\u00fcstet sein will, kostet das beim Bau mehr.<\/p>\n<p><strong>Hier ein Argument von J\u00f6rg F\u00f6ste, Manager des Bergischen Handballclubs (BHC), warum er gerade Piepersberg-West so bevorzugt: Wenn man eine Firma als Geldgeber gewinnen will und die dann daf\u00fcr mit ihrem Namen wirbt, sei die Sichtbarkeit der Halle sehr wichtig, ein Standort in der N\u00e4he der Autobahn also \u201eGold wert\u201c. Hei\u00dft das, dass die Anwohner dann zuk\u00fcnftig mit einer von weitem angestrahlten, hell erleuchteten Halle und mit noch mehr gro\u00dfen Werbeschildern an der Autobahn leben m\u00fcssten? Wir haben an der A46 davon schon mehr als genug.<\/strong><br \/>\nVeranstaltungsimmobilienstandorte mit guter Sichtbarkeit und hoher Frequenz sind f\u00fcr Sponsoren grunds\u00e4tzlich attraktiv, das ist richtig. Wie sich Veranstaltungsimmobilien in ihrem direkten Umfeld auswirken, ist im Einzelfall verschieden und auch von der Architektur und Anmutung der Halle abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><strong>Abgesehen von der Beleuchtung, wie gro\u00df ist das Umfeld, in dem sich so eine Halle f\u00fcr die Anwohner bemerkbar macht, etwa durch Veranstaltungsl\u00e4rm oder zunehmenden Verkehr, wenn 6000 Menschen dort hinkommen und wieder wegfahren und es wie bei Piepersberg-West bis auf einen Bus keine direkte \u00f6ffentliche Verkehrsanbindung gibt?<\/strong><br \/>\nDie Herausforderung der verkehrlichen Anbindung haben viele Hallen. Meist wird dann ein veranstaltungsbezogener Pendelverkehr eingesetzt. In Innenstadtlagen, mit guter Anbindung an den \u00f6ffentlichen Nahverkehr, tritt das Problem nicht so auf.<br \/>\nSeit die Arenen gr\u00f6\u00dfer wurden, entwickelte sich die Tendenz, in die Au\u00dfengebiete zu gehen. Das ist vielfach auch von Vorteil f\u00fcr Anlieferung und Aufbau, was ebenfalls Verkehr erzeugt. Aber da ist dann kein \u00d6PNV-Netz. Eine gut geplante Verkehrsanbindung und die entsprechenden Parkpl\u00e4tze geh\u00f6ren also mit zur Planung f\u00fcr ein Hallenkonzept.<br \/>\nLicht- und L\u00e4rmbelastungen sind dann im Rahmen der Planungen Gegenstand vonL\u00e4rm, Verkehrs- und Umweltgutachten, die die Auswirkungen abzusch\u00e4tzen haben. All das kann aber erst zielgerichtet gemacht werden, wenn ein detailliertes Nutzungskonzept steht.<\/p>\n<div id=\"attachment_1108\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1108\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1108\" src=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_12_piepersberg.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_12_piepersberg.jpg 640w, https:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_12_piepersberg-300x200.jpg 300w, https:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_12_piepersberg-451x300.jpg 451w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><p id=\"caption-attachment-1108\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf Piepersberg West. Foto: Paul Bunse<\/p><\/div>\n<p><strong>Die Halle, die hier angedacht ist, soll in einem \u00f6kologisch wertvollen Gebiet im Ittertal gebaut werden. Piepersberg-West liegt im Bereich eines landesweiten Biotopverbundes mit besonderer Bedeutung. Der Bau der Halle w\u00fcrde die Natur des Tals an dieser Stelle auf circa 135 Meter einengen, also die Verbindung nahezu kappen &#8211; abgesehen davon, dass hier sehr fruchtbarer, f\u00fcr die regionale Ern\u00e4hrung wertvoller Boden zubetoniert w\u00fcrde. <\/strong><br \/>\n<strong>Aus Ihren Erkl\u00e4rungen ist f\u00fcr mich herauszuh\u00f6ren, dass das Risiko, dass so eine Eventhalle in diesem Einzugsgebiet floppen k\u00f6nnte, sehr hoch ist. Wenn die Halle aber einmal gebaut, der Boden zubetoniert ist und das Geb\u00e4ude steht, dann ist die Natur unwiederbringlich zerst\u00f6rt. Finden Sie, dass man das Risiko wirklich eingehen sollte, so eine Halle zu bauen? Ist der \u00f6kologische Preis, der Verlust an Natur und Naherholung daf\u00fcr nicht viel zu hoch?<\/strong><br \/>\nNat\u00fcrlich kommt nichts an unber\u00fchrte Natur ran und ein \u00f6kologisch wertvolles Gebiet ist sicherlich ein zentraler Faktor bez\u00fcglich der Standortqualit\u00e4t einer Stadt.<br \/>\nEs gibt auch innovative Veranstaltungsimmobilienkonzepte, die das Thema gr\u00fcn aufnehmen. In Bialystok, in Polen, zum Beispiel gibt es die so genannte \u201eGr\u00fcne Oper\u201c, ein Opernhaus, dessen Bauk\u00f6rper von Rasenfl\u00e4chen und Gr\u00fcnpflanzen bewachsen ist und das sich so gut in die umgebende Landschaft einf\u00fcgt. Aber solche Konzepte stehen und fallen nat\u00fcrlich auch mit der Frage der Finanzen. Das wird Ihnen ein privater Investor wahrscheinlich nicht ohne Weiteres erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Wir haben in Solingen bereits 50 ha Gewerbebrachen mit steigender Tendenz, weil die Abwanderung von Gewerbe im Rahmen der Globalisierung fortschreitet. Die B\u00fcrgerinitiative \u201eRettet das Ittertal\u201c fordert deshalb, diese Gebiete zu nutzen und ihnen neues Leben zu geben, statt die Natur des Ittertales weiter zu verbauen. <\/strong><br \/>\nDie st\u00e4dtebauliche Gesamtentwicklung ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Ein privater Tr\u00e4ger aber hat in der Regel andere Interessen. F\u00fcr ihn steht die architektonische Aufwertung eines Stadtgebietes nicht im Vordergrund. Deshalb ist Frage des Konzeptes so relevant: Stellt die Stadt nur Grundst\u00fccke zur Verf\u00fcgung oder wie ist sie dar\u00fcber hinaus in das Projekt involviert?<br \/>\nIch kenne St\u00e4dte, die sagen: \u201eWir steigen selbst mit ein, dann haben wir Einfluss auf die gesamte Gestaltung des Projekts\u201c, St\u00e4dte, die fragen: &#8222;Wie passt die Halle zu uns? Wie binden wir sie in die Stadtentwicklung mit ein?\u201c Mich hat gewundert, dass so wenig kritisch in der Sitzung des Solinger Kulturausschusses nachgefragt wurde.<br \/>\nDie Stadt k\u00f6nnte die Eventarena als Standortfaktor nutzen, es k\u00f6nnte eine Win-Win-Situation f\u00fcr alle Beteiligten geschaffen werden, aber da richtig einzusteigen ist aufw\u00e4ndig, man braucht detaillierte Planungen, viel Kommunikation, einen \u00dcberblick \u00fcber alle Kosten im Lebenszyklus der Halle. Einen Handball-Ligisten zu haben ist etwas Tolles. Das kann eine Chance im Hallengesch\u00e4ft sein. Dann ist aber die zentrale Frage: was f\u00fcr eine Halle wird da gebaut? Es gibt Veranstaltungsimmobilien, die architektonisch sehr attraktiv sind, die auch als st\u00e4dtebaulich wertvolle Architektur eigene Tourismusstr\u00f6me generieren und ein \u201eLandmark\u201c der Stadt werden. Aber 15 Millionen Euro reichen daf\u00fcr nicht aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Professorin Louise Bielzer zu Multifunktionsarenen und dem Solinger Plan, eine solche f\u00fcr das Bergische Land zu entwickeln Dr. Louise Bielzer ist Professorin f\u00fcr internationales Event-Management an der Fachhochschule Heilbronn. 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