{"id":1301,"date":"2017-06-24T10:45:42","date_gmt":"2017-06-24T10:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1301"},"modified":"2017-06-24T10:45:42","modified_gmt":"2017-06-24T10:45:42","slug":"der-auf-zum-letzten-gefecht-wahlkampf-der-cdu-hat-ihnen-mehr-geschadet-als-genutzt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1301","title":{"rendered":"Der \u201cAuf zum letzten Gefecht\u201d- Wahlkampf der CDU hat ihnen mehr geschadet als genutzt."},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Zu welchen Betr\u00fcgereien eine Partei f\u00e4hig ist, wenn es ans Eingemachte geht, hat die Solinger CDU-Jugendorganisation Junge Union (JU) im Bundestagswahlkampf unter Beweis gestellt. Verkleidet als PDS\u2018ler, beschildert mit gef\u00e4lschten PDS-Plakaten, versuchte sie die SPD als B\u00fcndnispartnerIn der SED-Nachfolgepartei zu diskreditieren. <\/span><!--more--><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica;\">Um ihre gef\u00e4lschte Identit\u00e4t glaubhafter zu gestalten forderten sie sogar den Wiederaufbau \u201cder Mauer\u201d. Vor der Scharping-Wahl-Veranstaltung der SPD, in der Ohligser Festhalle, warben die verkappten Demokratischen Sozialisten der JU mittels eines Lautsprecherwagens, \u00fcber den FDJ-Lieder wie \u201cDie Partei, die Partei hat immer Recht &#8230;\u201d abgespielt wurden, f\u00fcr die Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten. An Tankstellen stellten sie AutofahrerInnen, die z.B. f\u00fcr zwanzig Mark Benzin zapften, eine \u201cQuittung\u201d \u00fcber 66,30 DM aus, die ab Oktober 1998 f\u00fcr die gleiche Benzinf\u00fcllung zu bezahlen w\u00e4re, wenn Rot\/Gr\u00fcn die Wahl gewinnen w\u00fcrde. In goebbelsscher Manier enth\u00fcllten die jungen Wilden der CDU Pl\u00e4ne der Gr\u00fcnen, wonach diese \u201cSchumi\u201d um den verdienten Sieg bringen wollten, indem nach deren Macht\u00fcbernahme Formel 1-Rennen verboten w\u00fcrden. Mallorca-Urlauber m\u00fc\u00dften sich auf eine Limitierung von pers\u00f6nlichen Urlaubsfl\u00fcgen\u00a0 auf alle f\u00fcnf Jahre einstellen. Wahlkampf pur, nach dem Geschmack von Herrn Wilz! Nur gut, da\u00df eine Partei, die f\u00e4hig ist zu solchen Gaunerst\u00fcckchen zu greifen, dieses Land nicht mehr regiert. Der von der \u00f6rtlichen CDU-F\u00fchrung gedeckte Schweine-Wahlkampf der JU entpuppte sich dann auch dank der W\u00e4hlerInnen als ein Eigentor. Die CDU und ihr sauberer Direktkandidat, Staatssekret\u00e4r Wilz, verloren verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig mehr Stimmen als anderswo. Da\u00df Wilz nach seiner katastrophalen Wahlniederlage in der Wahlnacht nicht einmal den Anstand besa\u00df, sich der \u00d6ffentlichkeit und den Medien im Solinger Rathaus zu pr\u00e4sentieren, um seinem Kontrahenten Hans Werner Bertl (SPD) zum Wahlsieg zu gratulieren, zeigt wie schlecht solche Figuren, die angeblich die Demokratie f\u00fcr sich gepachtet haben, verlieren k\u00f6nnen. Wie er seinen aufgehetzten J\u00fcngern der JU, zur gleichen Fehlzeit im lokalen Hauptquartier der CDU, erkl\u00e4rt hat, da\u00df es sich lohnt f\u00fcr die Sache der Christdemokraten weiter zu k\u00e4mpfen, w\u00e4re schon interessant. Ein unvergleichlich ehrlicher K\u00e4mpfer f\u00fcr die Sache der CDU, kein geringerer als der fr\u00fchere Bundeskanzler Kohl, war sich n\u00e4mlich nicht zu schade, nach dieser Niederlage auf die harten B\u00e4nken der Opposition &#8211; auch in der zweiten Reihe &#8211; Platz zu nehmen. Wilz jedoch erkl\u00e4rte seinen R\u00fccktritt von der Politik. Als Berater f\u00fcr die (R\u00fcstungs?)- Industrie hat ihm seine Partei doch so weit gedient, da\u00df er ohne Parteipolitik sein \u201cSch\u00e4fchen\u201d weiter \u201cins Trockene\u201d bringen kann. Kommunalpolitik empfindet so einer als unw\u00fcrdig. Das war doch nur ein Sprungbrett in die gro\u00dfe Absahner-Politik!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu welchen Betr\u00fcgereien eine Partei f\u00e4hig ist, wenn es ans Eingemachte geht, hat die Solinger CDU-Jugendorganisation Junge Union (JU) im Bundestagswahlkampf unter Beweis gestellt. 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