{"id":1129,"date":"2017-06-19T14:20:57","date_gmt":"2017-06-19T14:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1129"},"modified":"2017-06-19T14:21:47","modified_gmt":"2017-06-19T14:21:47","slug":"tod-auf-den-feldern-gifte-auf-dem-teller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1129","title":{"rendered":"Tod auf den Feldern \u2013 Gifte auf dem Teller!"},"content":{"rendered":"<h2>Geplante BAYER\/MONSANTO-Fusion: Ein breites B\u00fcndnis zusammen mit CBG organisiert eindrucksvollen Widerstand!<\/h2>\n<p>Zur Bayer-Aktion\u00e4rs-Jahreshauptverhandlung vom 27. bis 29. April 2017 gab es beeindruckende Protest-Tage mit Aktionen unter dem Motto: \u201eBrecht die Macht der Konzerne!\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Konzern-Pl\u00e4ne:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Agrar-Gro\u00df-Konzern hatte sich alles so sch\u00f6n vorgestellt: Als Gegenpol zur Fusion von DOW\/DUPONT und CHEMCHINA\/SYNGENTA setzt BAYER auf die \u00dcbernahme von MONSANTO und sieht sich mit den Profiten zuk\u00fcnftig ganz vorne: Beim Gentechnischen Saatgut mit etwa 95 % und beim herk\u00f6mmlichen Saatgut mit 30 %. Damit h\u00e4tte BAYER das Monopol, um ungest\u00f6rt die ganze Welt ausbeuten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Widerstand:<\/strong><\/p>\n<p>Kaum, dass BAYER die \u00dcbernahme-Pl\u00e4ne von MONSANTO im Mai 2016 bekannt gegeben hatte, wehte dem Konzern ein bis heute anhaltender und immer heftiger werdender Wind des Widerstands entgegen. Das seit fast 40 Jahren arbeitende internationale Netzwerk \u201eCoordination gegen BAYER-Gefahren\u201c (CBG) forderte noch am Tag der Bekanntgabe in sieben Sprachen: \u201eStop BAYER\/MONSANTO &#8211; weltweit!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Monsanto-Tribunal:<\/strong><\/p>\n<p>Schon im Oktober 2016 nutzte die CBG das internationale MONSANTO-Tribunal in Den Haag\/Niederlande, um zusammen mit mehr als 1.000 AktivistInnen Protest-Aktionen zu planen. Die CBG rief anl\u00e4sslich der Hauptversammlung von BAYER am 28. April 2017 dazu auf, einen ersten sichtbaren H\u00f6hepunkt der mittlerweile weltweiten Widerstandsaktionen zu organisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Konzernkritik:<\/strong><\/p>\n<p>Der Leverkusener Konzern ahnte sofort, was auf ihn zukommen w\u00fcrde. BAYER ist immer noch das einzige Unternehmen der Welt, das dank der Aktionen der CBG seit 39 Jahren rund um den Globus unter Beobachtung und in der Kritik steht. Mehr als 100.000 Menschen in mehr als 70 L\u00e4ndern haben im Rahmen der CBG innerhalb und au\u00dferhalb der Konzern-Werke Tag und Nacht ein aufmerksames Auge auf BAYER und auch seine Tochterunternehmen.<br \/>\nSeit 32 Jahren ist keine geordnete Hauptversammlung im herk\u00f6mmlichen Sinn mehr m\u00f6glich.<br \/>\nDie Abstimmungen werden schon lange nicht mehr von den erhofften 100 Prozent (!) an Zustimmung beherrscht, sondern mittlerweile von bis zu 10 % Gegenstimmen.<br \/>\nF\u00fcr einen Antrag der CBG, die Gewinne zu streichen und die Profite f\u00fcr soziale Sicherheit, umweltvertr\u00e4gliche Produkte und Produktionen sowie f\u00fcr Entsch\u00e4digung an die Opfer der Verbrechen des Konzerns \u2013 auch zur Nazizeit \u2013 zu verwenden, stimmten Aktien im Wert von Hunderttausenden zu.<br \/>\nDie Gegenantr\u00e4ge der Aktion\u00e4rsversammlung k\u00f6nnen \u00fcbrigens alle entsprechend der Aktiengesetzgebung Jahr f\u00fcr Jahr auf der Internetseite von BAYER nachgelesen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1105\" src=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer-1024x423.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"241\" srcset=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer-1024x423.jpg 1024w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer-300x124.jpg 300w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer-768x317.jpg 768w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer-500x206.jpg 500w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/067_07_bayer.jpg 1742w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abschottungs-Versuch:<\/strong><\/p>\n<p>In gro\u00dfer Not floh der Konzern deshalb mit seiner Hauptversammlung vom sonst \u00fcblich genutzten K\u00f6lner Messe-Centrum nach Bonn. Dort wurde Bayer von den Beh\u00f6rden der Stadt das zugesichert, was ihm in K\u00f6ln gerichtlich untersagt worden war: Die weitr\u00e4umige Absperrung der Hauptversammlung und damit die Verhinderung von Demonstrationen vor den Toren.<br \/>\nF\u00fcr nur l\u00e4ppische \u20ac 500,- hat die Stadt Bonn dem BAYER-Konzern genehmigt, den \u00f6ffentlichen Raum rund um das World Congress Center Bonn extrem gro\u00dfr\u00e4umig mit \u00fcbermannshohen Sichtschutzgittern abzusperren. Die Polizei legte sogar noch nach und untersagte der CBG, Lautsprecher in Richtung Hauptversammlung einzusetzen. Unter diesen Bedingungen w\u00e4ren die Aktion\u00e4rInnen mit Bussen in den abgesperrten Raum transportiert worden und h\u00e4tten den Widerstand in keiner Weise zu Gesicht oder Geh\u00f6r bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Gesetz steht \u00fcber dem BAYER-Konzern:<\/strong><\/p>\n<p>Doch es kam anders: W\u00e4hrend parallel in Griechenland, USA, Kanada und vielen anderen L\u00e4ndern Widerstandsaktionen stattfanden, gab es auch schon Tage vor der Hauptversammlung an den Universit\u00e4ten K\u00f6ln und Bonn gut besuchte Kick-Off-Veranstaltungen.<br \/>\nZeitgleich klagte die CBG in vier Eilverfahren gegen diesen skandal\u00f6sen Bruch der Verfassung im Bereich der Versammlungsfreiheit durch den BAYER-Konzern mit Unterst\u00fctzung der Stadt Bonn.<\/p>\n<p>BAYER legte daraufhin nach und r\u00fcckte den BAYER-MONSANTO-Widerstand, vorneweg die CBG, in die N\u00e4he der \u201eAnschl\u00e4ge von Br\u00fcssel\u201c und phantasierte in langen Schrifts\u00e4tzen von \u201eTerror\u201c und \u201eGewaltt\u00e4tern\u201c im Zusammenhang mit der Hauptversammlung (dokumentiert unter http:\/\/www.cbgnetwork.org\/).<\/p>\n<p>Doch teure Anw\u00e4lte nutzten nichts; die Argumente der CBG waren vor Gericht st\u00e4rker. Es gelang zwar vorerst nicht, den grunds\u00e4tzlichen Verfassungsbruch juristisch aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil, der wurde gerichtlich sogar noch gef\u00e4hrlich weiter zementiert \u2013 aber der Konzern musste die Absperrungen dramatisch verkleinern.<br \/>\nDie Aktion\u00e4rInnen mussten letztendlich au\u00dferhalb der Absperr-Gitter aus den BAYER-Bussen aussteigen, der Sichtschutz musste komplett abgebaut werden, die Lautsprecher durften das gesamte Gel\u00e4nde beschallen und alle einschr\u00e4nkenden Auflagen der Polizei fielen weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Gegen die Monopolisierung der Wirtschaft:<\/strong><\/p>\n<p>Und dann ging f\u00fcr den Konzern alles vollends in die Hose. Das riesige BAYER-Transparent hinter den Gittern am Kundgebungsplatz wurde zum Eigentor: \u201eLiebe Demonstranten, nutzt doch mal Fakten statt Vorurteile.\u201c Der BAYER-Vorstand bekam Fakten ohne Ende um die Ohren gehauen: Zuerst eine gro\u00dfe Demo im breiten B\u00fcndnis von der Aktionsgemeinschaft b\u00e4uerlicher Landwirtschaft \u00fcber Misereor bis hin zu Umweltschutzgruppen, auf Einladung der CBG, mit rund 300 TeilnehmerInnen direkt vor den Toren der Hauptversammlung. Im Saal wurde die Rede des Vorstandsvorsitzenden schon nach f\u00fcnf Minuten mehrfach durch Sprechch\u00f6re unterbrochen: \u201eIhr vergiftet unsere B\u00f6den!\u201c Die 2.500 Aktion\u00e4rInnen wurden au\u00dferhalb und innerhalb der Halle immer wieder aufgefordert: \u201eStimmen Sie bei der Entlastung des Vorstands mit NEIN.\u201c Zwei DemonstrantInnen enterten kurz und \u00fcberraschend das Vorstandspodium. In der Halle wurden mehrere Transparente entfaltet. Mehr als vier Stunden lang sprachen \u00fcber 25 RednerInnen der CBG aus allen f\u00fcnf Kontinenten. Der Landtagskandidat der Linken, Michael Aggelidis sowie die Bundestagsabgeordneten der Gr\u00fcnen, Anton Hofreiter und Renate K\u00fcnast, k\u00fcndigten parlamentarischen Widerstand an.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Gegen Verbrechen gegen Mensch und Umwelt:<\/strong><\/p>\n<p>Axel K\u00f6hler-Schnura von der CBG erkl\u00e4rte vor der Presse: \u201eWenn zwei Verbrecher-Konzerne sich zusammenschlie\u00dfen, kann niemals ein harmloser Konzern dabei herauskommen. Gegen diesen Zusammenschluss wird es weltweit erbitterten Widerstand geben. Das geplante Profitmonopol im Agrarbereich bringt die Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung in ernste Gefahr.\u201c<\/p>\n<p>Das internationale Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) leistet seit 1978 erfolgreich Widerstand gegen einen der gro\u00dfen Konzerne der Welt. Die CBG \u00fcbt Solidarit\u00e4t mit den Opfern von Konzernverbrechen und Konzernwillk\u00fcr.<br \/>\nCBG erh\u00e4lt wegen ihrer konsequenten Konzernkritik keinerlei offizielle F\u00f6rderung, muss jeden Handschlag mit Spenden finanzieren und deshalb st\u00e4ndig um die Existenz k\u00e4mpfen. Um trotz Finanzkrise und sinkender Realeinkommen zu \u00fcberstehen, braucht CBG dringend neue F\u00f6rdermitglieder und Spenden &#8211; denn auch Konzernwiderstand braucht Geld!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Chr. LeMaan<\/em><\/p>\n<p>Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\">www.cbgnetwork.org<\/a><\/p>\n<p>Spenden:<br \/>\nEmpf\u00e4nger: CBG<br \/>\nIBAN: DE94 8309 4495 0003 1999 91<br \/>\nBIC: GENODEF1ETK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geplante BAYER\/MONSANTO-Fusion: Ein breites B\u00fcndnis zusammen mit CBG organisiert eindrucksvollen Widerstand! Zur Bayer-Aktion\u00e4rs-Jahreshauptverhandlung vom 27. bis 29. 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