{"id":1082,"date":"2017-03-21T17:36:36","date_gmt":"2017-03-21T17:36:36","guid":{"rendered":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1082"},"modified":"2017-03-21T17:36:36","modified_gmt":"2017-03-21T17:36:36","slug":"podiumsdiskussion-ittertal-was-machen-wir-aus-dir-am-23-1-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1082","title":{"rendered":"Podiumsdiskussion \u201eIttertal &#8211; was machen wir aus Dir?\u201c am 23.1.2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eGerade an die Gewerbebrachen m\u00fcssen Sie ran!\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Unter der Leitung von Dr. Cornelius Arendt diskutierten im Kunstmuseum Solingen Vertreter von Wirtschaft, Land\u00adwirtschaft und Naturschutz mit Politikern von CDU, SPD, B90\/Gr\u00fcne und FDP\/Freie W\u00e4hler zur Frage: \u201eIttertal &#8211; was machen wir aus Dir?\u201c. Eingeladen hatte die B\u00fcr\u00adgerinitiative \u201eRettet das Ittertal\u201c (BIRDI).<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>\u201eSeit vier Jahren diskutieren wir jetzt mit der lokalen Politik \u00fcber die Zukunft des Ittertales\u201c, erkl\u00e4rte einf\u00fchrend BIRDI-Mit\u00adglied Christian Robbin. Nun sei es an der Zeit, dies auf Regionalratsebene zu bringen. Denn dort wird der Landesentwicklungsplan NRW 2025 aufgestellt. In dessen Rahmen steht der 2. Entwurf des Regional\u00adplanes f\u00fcr den Regierungsbezirk D\u00fcsseldorf (RPD), zu dem Solingen geh\u00f6rt, in der \u00f6ffentlichen Diskussion. Der RPD bestimmt die Ordnung des Raumes, legt fest welche Fl\u00e4chen Solingen verbauen darf. \u201eIm 2. korrigierten Entwurf des RPD steht nun die Forderung, regionale Gr\u00fcnz\u00fcge zu sch\u00fctzen, zu entwickeln und zu verbessern\u201c, erkl\u00e4rte Robbin und zeigte anhand von Karten aus dem \u00fcberarbeiteten RPD, dass das Ittertal hier als regionaler Biotop-Verbund besonderer Bedeutung (Stufe 2) eingetragen ist. Zudem ist es gekennzeichnet als \u201eregionaler Gr\u00fcn\u00adzug\u201c mit den Funktionen:\u00a0 \u201eSiedlungsglied\u00aderung, Naherholung, Biotopvernetzung\u201c. \u201eDas klingt erst mal gut\u201c, lobte Robbin, doch sehe er aktuell nur Aktivit\u00e4ten, die diese Funktionen bedrohen. Anhand von Karten zeigte er dann, dass das Ittertal eins von wenigen Bacht\u00e4lern ist, das eine noch bestehende Biotopvernetzung von der Wupper bis zum Rhein aufweist und dass allein in den letzten 20 Jahren in Solingen circa 100 ha landwirtschaftliche Fl\u00e4chen zubetoniert wurden.<br \/>\nAus der daraus folgenden lebhaften Diskussion, zu der auch viele der mindestens 120 Zuschauer qualifiziert beitrugen, hier eine protokollarische Zusammenfassung, redaktionell zum Teil in Klammern erg\u00e4nzt und in eine f\u00fcr diesen Artikel sinnvolle Ordnung gebracht:<\/p>\n<p><strong>Johannes Paas (Kreisbauernschaft):<\/strong><\/p>\n<p>Pro Tag werden in NRW aktuell zehn Hektar Land versiegelt, pro Woche gibt ein landwirtschaftlicher Betrieb auf und dies angesichts des neuen Trends, dass die Menschen regional und bio einkaufen wollen. Wie soll das gehen? Man sagt, die Landwirte seien schuld, dass Artenvielfalt verloren geht und dass die Bienen sterben. Wenn die Tiere kein nat\u00fcrliches R\u00fcckzugsgebiet mehr haben, dann sterben sie. Und auch die Menschen brauchen Freiraum. Wir k\u00e4mpfen deshalb daf\u00fcr, dass man sinnvoll mit dem Land umgeht. Ja, St\u00e4dte wachsen und Wirtschaft braucht Fl\u00e4che. Wir m\u00fcssen das intelligent machen und Gewerbebrachen reaktivieren, denn auch die Menschen wollen Freiraum. Fl\u00e4chen erhalten ist Verbraucherschutz.<\/p>\n<p><strong>Manfred Krause (Gr\u00fcne Regionalratsfrak\u00adtion):<\/strong><\/p>\n<p>Seit Aufstellung des Regionalplanes haben wir uns daf\u00fcr stark gemacht, Piepers\u00adberg-West, F\u00fcrkeltrath, Keusenhof und Bu\u00adsch\u00adfeld nicht als Gewerbegebiete auszuweisen. Wir haben uns auch daf\u00fcr eingesetzt, dass die Summenwirkung der verschiedenen geplanten Gewerbegebiete betrachtet wird. In den 90er Jahren gab es dazu schon mal Gutachten. Damals war das Monhofer Feld noch dabei. Damals wurden die jetzigen Fl\u00e4chen F\u00fcrkeltrath und Piepersberg abgelehnt. Aber es entsteht immer neu Druck. Bisherige Erkenntnisse werden \u00fcber den Hau\u00adfen geworfen. Und trotz Solinger Ratsbe\u00adschluss vom 22.9.2016, das Buschfeld als Gewerbegebiet aus dem Regionalplan wieder herauszunehmen, ist dies bislang nicht passiert. Dabei ist Solingen \u00fcberversorgt, was Gewerbegebiete angeht. Erst k\u00fcrzlich ist mit Grossmann eine weitere Gewerbebrache dazu gekommen.<\/p>\n<p><strong>Ulrich G. M\u00fcller (FDP und Freie W\u00e4hler):<\/strong><\/p>\n<p>Keusenhof haben wir in der Planung drin, aber wir wissen seit 30 Jahren, das kann man gar nicht entwickeln. Wir wollen das Ittertal ja nicht mit dem Bagger zumachen. 10% mehr Versiegelung im Ittertal bedeutet einen Temperaturanstieg von nur 0,08%. In den Gutachten steht, man kann Piepersberg West und F\u00fcrkeltrath II entwickeln mit den entsprechenden Auflagen und das sollten wir tun.<\/p>\n<p><strong>Friederike Sinowenka (SPD im Regional\u00adrat):<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt einen Ratsbeschluss, dass das Buschfeld herausgenommen wird. Wir Frak\u00adtionen m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen dass es auch aus dem Regionalplan herausgenommen wird. Ich denke, davon k\u00f6nnen wir die Fraktionen im Regionalrat auch \u00fcberzeugen.<br \/>\nF\u00fcrkeltrath II und Piepersberg aber sollen entwickelt werden. \/\u2026\/ Wir haben \u00fcberall diese hochwertigen B\u00f6den und der Druck der Kommunen ist immens. Wir planen das, legen Grenzen fest, aber gebaut wird von der Stadt und in F\u00fcrkeltrath I ist seit 20 Jahren nichts gebaut worden. Ich m\u00f6chte Ihnen ein wenig die Angst nehmen, dass morgen die Bagger anrollen.<br \/>\n<em>(Vier Tage nach dieser Aussage, meldet die Solinger Morgenpost am 27.1.17, dass die Wirtschaftsf\u00f6rderung mit zwei einheimischen Firmen \u00fcber einen Fl\u00e4chenverkauf in F\u00fcrkeltrath I verhandelt. Dabei geht es um drei Viertel des insgesamt 40.000 qm gro\u00dfen Gebietes auf halbem Weg von der Ausfahrt Haan-Ost ins historische Gr\u00e4frath.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Kai Sturmfels (Solinger Ratsmitglied der CDU, von der Regionalratsfraktion abgeordnet): <\/strong><\/p>\n<p>Solingen hat 2014 einen gewaltigen Gewerbesteuereinbruch erlitten. Brachen sind nicht immer passgenau mit dem, was gebraucht wird und oft gibt es auch Nachbar\u00adschafts\u00adkonflikte. Die Topografie Solingens macht es schwierig, Dinge zu entwickeln. Gewerbebrachen aufzubereiten ist teuer und oft nicht passend. Wir haben einen Bedarf von 4-5 ha pro Jahr, die wir der Wirtschaft anbieten wollen.<br \/>\n<em>Ein ver\u00e4rgerter Zuschauer im unruhig werdenden Saal: Das ist doch gequirlte Schei\u00dfe! Gerade an die Gewerbe\u00adbrachen m\u00fcssen Sie ran!<\/em><\/p>\n<p><strong>Henner Pasch (Solinger Unternehmer, Ver\u00adtre\u00adter der Wirtschaftsjunioren):<\/strong><\/p>\n<p>Die Ent\u00adwick\u00adlung meiner Heimatstadt ist mir wichtig, dazu geh\u00f6ren auch die weichen Standortfak\u00adtoren. Aber die Verf\u00fcgbarkeit von Fl\u00e4che ist f\u00fcr einen Unternehmer das wichtigste. Kein Unternehmer hat Probleme mit einer Brachfl\u00e4che. Wenn wir geeignete Fl\u00e4chen finden und diese passend entwickeln k\u00f6nnen, dann wird niemand was ins Gr\u00fcne bauen.<\/p>\n<p><strong>Dr. Helmut Nieder (BIRDI):<\/strong><\/p>\n<p>Das Ittertal bedeutet Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Menschen und das kann man nicht pekun\u00e4r definieren. Aber damit haben Sie ein Lebensumfeld, mit dem Sie Menschen anziehen. codecentric (internationaler Software-Entwickler mit einem Standort auch in Solingen) generiert das 50fache von dem, was Balkenhol (Solinger Wirt\u00adschaftsf\u00f6rderung) errechnet. Es ist Unsinn, im Produktionshallendenken verhaftet zu bleiben. Die Stadt sollte eher dar\u00fcber nachdenken: Wie kriegen wir hier Menschen hin, die mit dem Kopf arbeiten? Dann bleibt auch Platz f\u00fcr die Landwirtschaft.<\/p>\n<p><strong>Ulrich G. M\u00fcller (FDP):<\/strong><\/p>\n<p>Nur IT, das m\u00f6chte ich auch, da muss man erst mal Firmen finden. Wir haben in der Republik in den letzten Jahren eine Gegenkultur. Wenn wir Rasspe entwickeln, m\u00f6chte ich wissen, wer dann wie\u00adder dagegen ist.\u00a0 Da m\u00fcssen wir uns nicht wundern, wenn dann keiner herkommen will.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1083\" src=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/66_seite-14-Piepersberg-West-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"390\" srcset=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/66_seite-14-Piepersberg-West-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/66_seite-14-Piepersberg-West-300x200.jpg 300w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/66_seite-14-Piepersberg-West-768x512.jpg 768w, http:\/\/tacheles-solingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/66_seite-14-Piepersberg-West-450x300.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p><strong>Friederike Sinowenka (SPD):<\/strong><\/p>\n<p>Vor 24 Jah\u00adren, als ich anfing, Politik zu machen, sprach mal einer von Schlafstadt. Er w\u00e4re beinahe daf\u00fcr aus der Stadt gejagt worden. Wir haben ein Pfund hier, wir haben viele Gr\u00fcnfl\u00e4chen. All diese Dinge m\u00fcssen finanziert werden, zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Gewerbesteuern. Wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass die Menschen Arbeit finden. Wir m\u00fcssen die Pendlerstr\u00f6me reduzieren. Daf\u00fcr m\u00fcssen sich die hier ans\u00e4ssigen Firmen auch entwickeln k\u00f6nnen. Das funktioniert leider\u00a0 nicht in Brachen. Viele sind in Privatbesitz, die Leute geben das nicht ab. Logistik-Unternehmen, die riesige Fl\u00e4chen verbrauchen, wird es in Solingen nicht mehr geben. Es sind genug abgewandert. Wenn Sie die riesigen Hallen von Amazon an der holl\u00e4ndischen Grenze sehen, wird Ihnen \u00fcbel. Aber es tut mir leid, ich kann mir nicht vorstellen, dass \u00fcberhaupt kein Gewerbegebiet mehr entstehen wird.<\/p>\n<p><strong>Manfred Krause (Gr\u00fcne):<\/strong><\/p>\n<p>Schlaf-Stadt ist ein schlecht besetztes Wort. Die Menschen wohnen hier, das ist mehr als schlafen. Sie brauchen Naherholung, kulturelle Angebote, wenig L\u00e4rm, ein gesundes Wohnumfeld. Das ist ein Pfund, was wir haben. Wir k\u00f6nnen nicht auf Dauer jedes Jahr 4 ha verbrauchen, der Boden ist endlich. Die Wirtschaft muss sich umstricken. Und Sch\u00fcren (f\u00fcr dessen Br\u00f6tchen das Getreide in F\u00fcrkeltrath II w\u00e4chst), ist auch eine zu unterst\u00fctzende Wirtschaft. Und Firmen wie codecentric wollen nicht ins Ittertal, codecentric wollte direkt an den IC-Haltepunkt in Solingen-Ohligs.<\/p>\n<p><strong>Dr. Cornelius Arendt (Moderation):<\/strong><\/p>\n<p>Darf eine einzelne Stadt moralisch betrachtet allein dar\u00fcber entscheiden, was in einer \u00fcberregionalen Achse geschieht, in der sich 40.000 Menschen erholen? <em>Publikum applaudiert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Sibylle Arians (Die Linke):<\/strong><\/p>\n<p>Je mehr landwirtschaftliche Fl\u00e4chen wir rausnehmen, desto gr\u00f6\u00dfer wird der Druck auf die verbleibenden Fl\u00e4chen. Man sieht es an der Nitratbe\u00adlastung. Es gibt Gegenden, da kann man das Grundwasser nicht mehr trinken. Wir brauchen einen grunds\u00e4tzlichen sozialen und \u00f6kologischen Umbau. Wir ern\u00e4hren uns auf Kosten der dritten Welt und unseres Klimas. Wir m\u00fcssen zu regionaler Ern\u00e4hrung zur\u00fcckkehren. Und wir m\u00fcssen \u00fcberlegen, was man auf bundespolitischer Ebene \u00e4ndern kann, damit die kommunalen Einnahmen nicht nur auf Gewerbe basieren.<\/p>\n<p><strong>Christian Robbin (BIRDI): <\/strong><\/p>\n<p>Ich vermisse eine strategische Entwicklung von Solingen. Man k\u00f6nnte doch mal damit anfangen zu sagen: wir haben keine Naturfl\u00e4chen mehr zu vergeben, wir entwickeln, was wir haben. Damit h\u00e4tten wir erst mal genug zu tun. Warum wird nicht an unsere nachfolgenden Generationen gedacht? Was ist, wenn alle Fl\u00e4chen verbraucht sind?<\/p>\n<p><strong>Kai Sturmfels (CDU):<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben die Bra\u00adchen kartographiert. Sehr gern h\u00e4tten wir, dass der Terti\u00e4rbereich w\u00e4chst, aber das ist eine Entwicklung, die geht nicht von heute auf morgen. Wir sind ein traditionell produzierender Standort. Es kann nicht jeder mit dem Kopf arbeiten. Wir m\u00fcssen jedem Menschen in Solingen die M\u00f6glichkeit geben zu arbeiten.<\/p>\n<p><strong>Landwirt Karsten Broker:<\/strong><\/p>\n<p>Ich f\u00fchre seit 17 Generationen ein mittelst\u00e4ndiges Unterneh\u00admen mit mehreren Mitarbeitern, die mit Kopf und K\u00f6rper arbeiten und das durchgehend im selben Gewerk, das m\u00fcssen Sie mir erst mal vormachen.<\/p>\n<p><strong>Henner Pasch (Wirtschaftsjunioren):<\/strong><\/p>\n<p>Ich vertrete Sie mit!<\/p>\n<p><strong>Brocker:<\/strong><\/p>\n<p>Sch\u00f6n, dass Sie das sagen, ist mir bisher noch nicht aufgefallen.<\/p>\n<p><strong>Pasch:<\/strong><\/p>\n<p>Sie brauchen Fl\u00e4chen, auf denen Sie Ihren Erfolg fortschreiben, aber wir brauchen auch Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>Broker:<\/strong> Die Fl\u00e4chen, die wir hinterlassen sind so gut, dass sie h\u00e4nderingend gesucht wer\u00adden. Die Fl\u00e4chen, die die Industrie hinterl\u00e4sst, sind so teuer aufzuarbeiten, dass sie keiner mehr anpacken will. Merken Sie das Prob\u00adlem! Wie kommen wir zusammen, Herr Pasch? Wir sind an einem Punkt angekommen, wo der Bedarf an landwirtschaftlicher Fl\u00e4che nicht nur hier in Solingen deutlich untergedeckt ist. Unsere Verb\u00e4nde machen sich deshalb zu dem Thema, wie man intelligent mit Fl\u00e4chen umgeht, deutlich mehr Gedan\u00adken, denn Nahrungs- und Futtermittel k\u00f6nnen wir nur auf sauberen Fl\u00e4chen produzieren. Fl\u00e4chen, die zubetoniert werden, sind f\u00fcr die Landwirtschaft f\u00fcr immer verloren. Ein Gewerbegebiet aber kann problemlos auf eine Brache.<\/p>\n<p><strong>Dr. Helmut Nieder (BIRDI):<\/strong><\/p>\n<p>Diese B\u00f6den ha\u00adben sich in Jahrmillionen entwickelt, sie sind ein Kulturgut. Auf diesen B\u00f6den wirtschaften Menschen. Bitte denken Sie dar\u00fcber nach, wie Sie Ihre Abw\u00e4gungsprozesse in die Zukunft projizieren! Jede Fl\u00e4che, die Sie heute versiegeln, ist morgen eine Altlast.<\/p>\n<p><strong>Johannes Paas (Kreisbauernschaft):<\/strong><\/p>\n<p>In me\u00adi\u00adner Heimatstadt Ratingen nehmen wir Geld in die Hand und bringen die Brachfl\u00e4chen wieder in Ordnung.<\/p>\n<p><strong>Ulrich G. M\u00fcller (FDP):<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nur so viel Geld in die Hand nehmen, wie wir bekommen.<\/p>\n<p><strong>Manfred Krause (Gr\u00fcne):<\/strong><\/p>\n<p>Altlasten m\u00fcssen beseitigt werden, dazu gibt es einen Altlasten\u00adfond. Zahlreiche Fl\u00e4chen in Solingen wurden schon mit Landesgeldern saniert.<\/p>\n<p><strong>Dr. Cornelius Arendt (Moderation):<\/strong><\/p>\n<p>Herr Sturm\u00adfels. Sie haben in der Aktuellen Stunde gesagt, dass Sie sich daf\u00fcr einsetzen wollen, dass nur die Fl\u00e4chen im Eigentum der Wirt\u00adschaftsf\u00f6rderung entwickelt werden. Sie haben gesagt: \u201eWir werden die Baufl\u00e4che Piep\u00aders\u00adberg-West deutlich reduzieren.\u201c Wieso ist das im Regionalplan nicht sichtbar? Der neu ver\u00f6ffentlichte Bebauungsplan hat die Fl\u00e4che sogar vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p><strong>Kai Sturmfels (CDU):<\/strong><\/p>\n<p>Ich stehe dazu, wir werden die Fl\u00e4che deutlich reduzieren.<br \/>\n(Zu Buschfeld:) Wir Fraktionen sollten uns daf\u00fcr einsetzen, dass Buschfeld als Gewerbe\u00adgebiet im Regionalplan rausgenommen wird. Wenn wir das aus \u00dcberzeugung sagen, dann erwarte ich auch von den Vertretern im Regionalrat, dass sie unser Votum akzeptieren. Die Diskussionslage ist da auch eindeutig: Buschfeld ist f\u00fcr uns kein Thema mehr.<\/p>\n<p><strong>Moritz Schulze, Biologische Stationen in Solingen und in D\u00fcsseldorf\/Mettmann: <\/strong><\/p>\n<p>Es gibt bei den Gewerbegebieten F\u00fcrkeltrath II und Piepersberg-West gravierende artenschutzrechtliche Probleme. Mehrere Arten \u2013 wie Feldlerchen und Rauchschwalben \u2013 die von der landwirtschaftlichen Nutzung abh\u00e4ngig sind, leben hier. Sie w\u00fcrden ihre Lebens\u00adr\u00e4ume verlieren. Ein funktionaler Ausgleich ist nach Ansicht der Naturschutzverb\u00e4nde ka\u00adum machbar. Die Naturschutzverb\u00e4nde werden von daher die vorgelegten Gutachten kritisch \u00fcberpr\u00fcfen und behalten sich die Ein\u00adleitung von rechtlichen Schritten vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Renate Bernhard<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGerade an die Gewerbebrachen m\u00fcssen Sie ran!\u201c Unter der Leitung von Dr. Cornelius Arendt diskutierten im Kunstmuseum Solingen Vertreter von Wirtschaft, Land\u00adwirtschaft und Naturschutz mit Politikern von CDU, SPD, B90\/Gr\u00fcne und FDP\/Freie W\u00e4hler zur Frage: \u201eIttertal &#8211; was machen wir &hellip; <a href=\"http:\/\/tacheles-solingen.de\/?p=1082\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[306],"tags":[41,29,95,307],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1082"}],"collection":[{"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1082"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1084,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1082\/revisions\/1084"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/tacheles-solingen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}